Dr. Florian Altvater ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Berufsdermatologie (ABD). Entsprechende regelmäßige Fortbildungen werden besucht.

Was sind berufsdermatologische Erkrankungen?

Berufskrankheiten (BK), die die Haut betreffen, stellen rund ein Viertel aller angezeigten Verdachtsfälle und sind damit von den BK am häufigsten. Sie werden in der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung BK 5101 geführt. In über 90 % dieser Fälle handelt es sich um berufsbedingte Ekzemerkrankungen, wobei besonders die Hände betroffen sind.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen berufsbedingten Kontaktekzemen einerseits und berufsbedingten atopischen Ekzemen andererseits. Letztere können berufsbedingt zum ersten Mal auftreten oder aber berufsbedingt eine Verschlimmerung erfahren.

Bei den Kontaktekzemen wiederum muss man zwischen der häufigen toxisch-irritativen und der eher selteneren allergischen Form unterscheiden. Allergische Kontaktekzeme sind in der Regel durch Sensibilisierungen vom Spättyp (Typ-IV-Allergie) verursacht, selten durch Soforttyp-Reaktionen (Typ-I-Allergie).
Kumulativ-irritative Kontaktekzeme werden durch die direkte Einwirkung akut toxischer oder bei chronischem
Kontakt toxisch wirkender Substanzen (z. B. Chemikalien, Lösungsmittel, Feuchtigkeit) ausgelöst.

Die Diagnostik erfolgt mit berufsspezifischen Testblöcken.

Durch die Einleitung von berufsgenossenschaftlichen §3-Maßnahmen kann fast allen Betroffenen mit den hierbei zur Verfügung stehenden Mitteln und Maßnahmen geholfen werden, in ihrem Beruf zu verbleiben.

Dr. Florian Altvater ist auch als Gutachter für die gewerblichen Berufsgenossenschaften tätig.